Nationalsozialismus und späteres Wirken
In Celle gewannen die Nationalsozialisten ab 1930 immer mehr an Einfluss, die alle Formen des Neuen Bauens strikt ablehnten. Flachdachbauten gelten als entartet. „Durch die Hitler-Aera erfuhr meine Tätigkeit wieder eine jahrlange Unterbrechung“, beschreibt otto haesler die Situation in seinem Buch ´Mein Lebenswerk als Architekt´: „Meine Weigerung, Mitglied dieser Partei zu werden, zwang mich, meinen 27jährigen Arbeits- und Wohnsitz in Celle aufzugeben.“
1934 verlässt otto haesler Celle und zieht nach Eutin, wo er schon sehr bald wieder Aufträge erhält. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitet er in den besetzten Städten Lodz und Lemberg. Nach Kriegsende zieht haesler in die DDR. Dort knüpft er an seine Arbeit der 1920er Jahre an und erhält 1950 eine Professur für sozialen Wohnungsbau in Berlin. otto haesler stirbt im Alter von 82 Jahren in Wilhelmshorst bei Potsdam.